
Plattform: Web, Heimatkundliches Archiv Andelfingen
Format: Text, 1500 Zeichen
Der Historiker Dr. Emil Stauber (1869 – 1952) wuchs zwar am Zürichsee auf, verbrachte seine Ferien in der Jugendzeit aber regelmässig in Buch am Irchel und Kleinandelfingen. In dieser Zeit entstand eine erste heimatliche Bindung zum Norden des Kantons. 1912 dissertierte er über das Schloss Widen, in seiner weiteren publizistischen Tätigkeit sollte er zahlreiche weitere Arbeiten zu Zürcher Burgen und Schlössern verfassen. Während seiner Recherchen deckte er als leidenschaftlicher Heimatkundler vergessene Brauchtümer und Traditionen auf und publizierte diverse Ortsgeschichten. Eines seiner bedeutendsten Werke ist die von 1939 bis 1942 publizierte «Geschichte der Kirchengemeinde Andelfingen». Stauber wurde 1928 von der Chronikkommission mit dem Auftrag betraut, die Geschichte der ursprünglich 17 Gemeinden der alten Pfarrei Andelfingen zusammenzufassen. Aus den Bürgergemeinden wurden bis 1872 acht politische, nämlich Andelfingen, Kleinandelfingen, Adlikon, Humlikon, Dägerlen, Dorf, Thalheim und Volken. Deren Geschichte ist in den drei Bänden (davon ein Registerband) und auf insgesamt über 1100 Seiten aufgeschrieben.
Die «Stauber-Chronik», wie sie in der Region schlicht genannt wird, ist das wichtigste Chronikwerk des Zürcher Weinlandes. Es umfasst die Geschichte zahlreicher wichtiger Bauten, Familiengeschichten und deren Stammbäume und natürlich die Vergangenheit der verschiedenen Orte in der Kirchgemeinde Andelfingen.
Die Stauber-Chronik kann auf der Gemeindekanzlei Andelfingen gekauft werden. Es sind 24 Ausgaben (je 3 Bände) vorrätig.
